Sport für Kinder: So finden Eltern eine geeignete Sportart

Häufig entscheidet es sich schon in den ersten Lebensjahren, ob Kinder besonders sportlich aktiv oder eher Bewegungsmuffel sind. Bewegung ist wichtig, ohne Frage. Doch Sport sollte dem Nachwuchs auch Freude bereiten. Dennoch ist es für Eltern gewiss nicht einfach, die Spreu vom Weizen zu trennen und die richtige Sportart zu finden. 

 

Sport zur Stärkung mehrerer Kompetenzen

 

Ist der Nachwuchs beim Eltern-Kind-Turnen oder in einem Sportverein aktiv, verbessern regelmäßige sportliche Aktivitäten die körperliche Leistungsfähigkeit. Zugleich fördert Sport soziale Kompetenzen. Denn in den Gruppen erlernen die Kinder, sich an Regeln zu orientieren und soziale Kontakte aufzubauen. Wer erfolgreich eine Mannschaftssportart betreiben und möglicherweise sogar Medaillen gewinnen möchte, muss Fairness und Teamgeist beweisen. Zugleich fördert sportliche Aktivität das Selbstbewusstsein, beispielsweise Sportarten wie Voltigieren, Reiten, Karate oder Judo. 

 

Aller Anfang ist schwer

 

Bereits Kleinkinder entwickeln zumeist sehr viel Freude am Turnen – wenn sich Mama oder Papa in direkter Nähe befinden. Eltern-Kind-Turnen für Kinder ab zwei Jahren ermöglicht es, wichtige Bewegungserfahrungen zu machen und das eigene Körpergefühl zu verbessern. Eine kindgemäße Gestaltung der Sportstunden ist jedoch wichtig, damit der Nachwuchs nicht die Freude am Sport verliert. Deshalb integrieren Trainer häufig kleine Geschichten oder Singspiele ins Training. 

 

Unterschiedliche Sportarten ausprobieren 

 

Schenkt man einer Studie der Universität von Indianapolis/USA Glauben, ist eine frühzeitige Spezialisierung für eine Sportart nicht empfehlenswert. Stattdessen erreichen die Kinder im Laufe ihrer Entwicklung bessere sportliche Ergebnisse, die zwischen sechs und 13 Jahren in unterschiedlichen Sportarten aktiv gewesen sind. Diese Entwicklungen führen Sportwissenschaftler darauf zurück, dass die Jungen und Mädchen bei der Ausübung mehrerer Sportarten auch unterschiedliche athletische Fähigkeiten entwickeln können. Deshalb sollten Eltern ihre Kinder dazu ermutigen, verschiedene Sportarten zu betreiben. Ab einem Alter von zwölf bis 13 Jahren fokussieren sich die meisten Kinder dann auf eine bestimmte Sportart. 

 

Der Spaß am Sport als oberstes Ziel

 

Viele Kinder wählen Sportarten für ihren Nachwuchs gezielt aus, um etwaig bestehende Defizite zu fördern. Doch häufig macht dieser Sport dann zumeist auch weniger Spaß, da die Kinder schnell an ihre Grenzen gelangen. Deshalb ist es wichtig, dass die Kinder Spaß am Sport und der Bewegung haben. Schließlich gilt, dass sich Bewegung in jeglicher Form positiv auswirkt, auch wenn einige Sportarten zur Verbesserung bestimmter Fähigkeiten besser als andere geeignet sind. 

 

Nicht zu viel Ehrgeiz walten lassen 

Bei der Wahl der Sportart sollten Eltern beherzigen, die Sportart nicht ohne Zustimmung ihres Nachwuchses auszuwählen. Generell ist es ratsam, nicht zu viel sportlichen Ehrgeiz walten zu lassen. Ansonsten ist das Risiko hoch, dass die Kinder den Spaß am Sport verlieren. Dennoch ist die Unterstützung der Eltern gefragt. So ist es hilfreich, die Jungen und Mädchen nach einem verlorenen Wettkampf wieder aufzubauen und zu motivieren. 

 

Hilfreiche Tipps: Damit bleiben die Kinder “am Ball”

 

Häufig fällt es den Kindern schwer, sich für die bevorstehende Sportstunde zu motivieren. Nehmen sie dennoch am Training teil, entwickeln sie dennoch zumeist viel Freude daran. Deshalb ist es hilfreich, die Sportstunde fest in den Familienalltag einzuplanen. Um dem Nachwuchs die Ernsthaftigkeit der sportlichen Aktivitäten zu vermitteln, sollte das Training auch nur ausnahmsweise ausfallen. Haben die Jungen und Mädchen allerdings häufig keine Lust darauf, hat der Unmut möglicherweise weitreichende Probleme. Ein möglicher Grund ist, dass die Anforderungen an das Training zu hoch oder zu langweilig sind. Eventuell gibt es interne Probleme. In vielen Fällen haben die Kinder wieder mehr Freude am Training, wenn ein Freund oder eine Freundin dabei ist.

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